Du kennst das sicher­lich. Du willst dich gesün­der ernähren oder ein­fach nur ein paar Kilo ver­lieren und aus diesem Grund auf Zuck­er verzicht­en

Zuckerarten

Darum möchte ich euch über die ver­schiede­nen Zuck­er­arten bericht­en. Beim Einkaufen ein kurz­er Blick auf die Ver­pack­ung und wenn kein Zuck­er aufge­führt ist oder zuck­er­frei drauf­ste­ht, lan­det das gewün­schte Pro­dukt schnell im Einkauf­swa­gen. Super, wir haben ein Pro­dukt erwis­cht, welch­es gesund ist.

Doch die Lebens­mit­telin­dus­trie hat nicht von unge­fähr so einen schlecht­en Ruf, wenn es für den Ver­brauch­er so ein­fach wäre. Tar­nen, täuschen und trick­sen lautet das Mot­to. Der Lebens­mit­telin­dus­trie ist kein Trick zu schade, um den Ver­brauch­er zu täuschen.

Es gibt weit mehr als 40 Zuck­er­arten bzw. Syn­onyme, die die Indus­trie nutzt um die Pro­duk­te zu süßen bzw. ihnen den indus­triell hergestell­ten Geschmack zu geben. Der Witz an der Sache ist, nicht bei allen Zuck­er­arten muss die Lebens­mit­telin­dus­trie darauf hin­weisen, dass Zuck­er enthal­ten ist und darf teil­weise entsprechende Pro­duk­te als zuck­er­frei deklar­i­eren.

Für dich ist dies natür­lich eine Katas­tro­phe. Du denkst, du ernährst dich zuck­er­frei, aber dein Blutzuck­er­spiegel tanzt trotz­dem Sal­sa und du wirst ständig von Heißhunger­at­tack­en über­man­nt. Im schlimm­sten Fall verän­dert sich dein gesund­heitlich­es Befind­en nicht zum Pos­i­tiv­en und ein erfol­gre­ich­es Abnehmen ist dadurch lei­der auch nicht gewährleis­tet.

Ich liste dir einige Zuck­er­arten vor, auf die du beim Einkaufen acht­en soll­test. Die Liste der Zuck­er­arten ist natür­lich nicht voll­ständig, dass würde den Rah­men spren­gen.

Dex­trose

Dex­trose gehört zu den Ein­fachzuck­ern und ist in der Regel als Trauben­zuck­er oder Glu­cose bekan­nt. Mit­tler­weile find­est Du die Beze­ich­nung Dex­trose auch häu­fig auf Marken­pro­duk­ten bzw. als Pro­duk­t­beze­ich­nung.

Sac­cha­rose

Sac­cha­rose ist ein­fach­er Haushalt­szuck­er. Sac­cha­rose eignet sich zum Beispiel her­vor­ra­gend um Karamell herzustellen. Zudem hat dieser Kristal­lzuck­er eine sehr hohe Wasser­lös­lichkeit und lässt sich dadurch sehr gut ver­ar­beit­en. Sac­cha­rose ist ein Zweifachzuck­er, der sich aus den Ein­fachzuck­ern Fruc­tose und Trauben­zuck­er zusam­menset­zt.

Raf­fi­nade

Raf­fi­nade ist eine weit­ere Beze­ich­nung für Sac­cha­rose. Dieser Zuck­er ist der bekan­nte raf­finierte Haushalt­szuck­er, den du im Super­markt kauf­st. Durch mehrfache Reini­gung und Ver­ar­beitung des Rohrzuck­ers entste­ht Sac­cha­rose mit ca. 99,8 %. Raf­fi­nade respek­tive raf­finiertem Zuck­er.

Raf­fi­nose

Die Zuck­er­art Raf­fi­nose schmeckt im Gegen­satz zu anderen Zuck­er­arten weniger bis gar nicht süß. Bei der Raf­fi­nose haben wir es mit einem soge­nan­nten Dreifachzuck­er zu tun, der aus fol­gen­den drei Ein­fachzuck­ern beste­ht:

  • Glu­cose
  • Fruc­tose
  • Galak­tose

Raf­fi­nose find­et sich häu­fig bei pflan­zlichen Lebens­mit­teln wieder, ins­beson­dere bei Hülsen­frücht­en.

Galak­tose

Wie bere­its erwäh­nt gehört Galak­tose zu den Mono­sac­cha­ri­den und ist ein weit­er­er Energi­eträger für deinen Kör­p­er. Galak­tose find­et sich als Baustein in ver­schiede­nen anderen Zuck­er­arten wieder, wie in der oben genan­nten Raf­fi­nose. Galak­tose hat Gegenüber der Sac­cha­rose eine gerin­gere Süßkraft.

Farin

Farin ist eine Zuck­er­art die zum größten Teil aus Sac­cha­rose beste­ht und aus der Zuck­er­rübe hergestellt wird. Farin entste­ht während der Raf­fi­na­tion und zeich­net sich durch seinen malzi­gen Geschmack aus. Farin ist ein sehr fein­er Zuck­er und erhält durch die Zugabe von Sirup eine braune Farbe.

Mus­co­v­ade

Mus­co­v­ade (manch­mal auch Mus­co­v­a­do) ist nichts anderes als brauner Rohrzuck­er. Dieser wird auch als Roh-Rohrzuck­er beze­ich­net, da er unraf­finiert ist. Rohrzuck­er und Rüben­zuck­er haben chemisch betra­chtet die gle­ichen Zusam­menset­zun­gen, unter­schei­den sich jedoch in der Inten­sität des Geschmacks. Rohrzuck­er besitzt weitaus mehr Aromen.

Hex­osen

Wenn Du auf den Begriff Hex­osen triff­st, so hast Du es mit ein­er Samm­lung von ver­schiede­nen Mono­sac­cha­ri­den zu tun. Unter anderem sind dies die Ein­fachzuck­er Fruc­tose, Glu­cose und Galak­tose.

Mal­tose

Mal­tose, oder auch Malz­zuck­er, ist ein Pro­dukt das beim Abbau von Glyko­gen und Stärke entste­ht. Mal­tose ist in Bier, Whisky oder anderen Bran­ntweinen enthal­ten. Während des Gärung­sprozess­es wird die enthal­tene Stärke der Ger­ste in Malz­zuck­er zer­legt.

All­ge­meines zu den Zuck­er­arten und Zuck­er­na­men

Neben den aufge­lis­teten Zuck­er­arten gibt es noch eine Vielzahl weit­er­er Zuck­er­arten, die in der Indus­trie ver­wen­det wer­den. Oft­mals find­en sich die ver­schiede­nen Zuck­er­arten sog­ar unter anderen Syn­ony­men wieder, die es dem Ver­brauch­er fast unmöglich machen, alle Arten und Nen­nun­gen von Zuck­er zu ken­nen.

  • Isoglu­cose
  • Lae­vu­lose
  • Man­nit
  • Melasse
  • Lak­tose (Milchzuck­er)
  • Sor­bit (Sor­bitol)
  • Fruc­tose (Fruchtzuck­er)
  • Poly­sac­cha­ride (Mehrfachzuck­er)
  • Oligosac­cha­ride (Mehrfachzuck­er)
  • Zweifachzuck­er (Dis­ac­cha­ride)
  • Glu­cose (Glukose, Dex­trose, Trauben­zuck­er)
  • Glukos­esirup (Mais­sirup, Weizen­sirup, Reis­sirup)
  • Mais­stärke
  • Weizen­stärke
  • Reis­stärke

Achte beim Einkaufen darauf, dass du alle Inhalte kri­tisch begutacht­est, vorallem diejeni­gen die mit –Ose enden. Dies gilt eben­so für Lebens­mit­tel die Sac­cha­ride enthal­ten. Bei Fer­tig­pro­duk­ten wird gerne mit Stärke gear­beit­et.

Zuck­er­arten – Zusam­men­fas­sung

Es gibt vielfältige Arten von Zuck­er, die in der Indus­trie zur Anwen­dung kom­men. Was in diesem Artikel nicht berück­sichtigt wurde, sind die ver­schiede­nen Auswirkun­gen und die jew­eilige Ver­w­er­tung der Zuck­er­arten. Das würde an dieser Stelle jedoch den Rah­men spren­gen.

Es gilt im All­ge­meinen darauf zu acht­en, Ein­fachzuck­er zu ver­mei­den und für gewöhn­lich auf Mehrfachzuck­er respek­tive kom­plexe Kohlen­hy­drate, zurück­zu­greifen. Diese müssen vom Kör­p­er erst aufges­pal­ten wer­den und haben dadurch einen län­geren Sät­ti­gungsef­fekt und einen gerin­geren Ein­fluss auf den Blutzuck­er­spiegel und damit auf den Insulin­spiegel.